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    Frauengesundheit im Fokus: Die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen

    Frauengesundheit im Fokus: Die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen

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    Dr. Tobias Baumgartner
    5 Min. Lesezeit
    29. Juli 2025

    Regelmäßige Vorsorge ist zentral für Frauengesundheit. Dieser Artikel stellt die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen vor. Dazu gehören gynäkologischen Checks, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkontrollen. Früherkennung hilft, gezielt vorzubeugen.

    Regelmäßige Vorsorge ist zentral für Frauengesundheit. Dieser Artikel stellt die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen vor. Dazu gehören gynäkologischen Checks, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkontrollen. Früherkennung hilft, gezielt vorzubeugen.

    Vorsorgeuntersuchungen sind ein fester Bestandteil einer gesunden Lebensweise. Sie helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen oder deren Entstehung ganz zu verhindern. Besonders für Frauen ist Vorsorge wichtig, da sich viele Erkrankungen in einem frühen Stadium gut behandeln lassen. Regelmäßige Arzttermine geben zudem Sicherheit, weil Veränderungen erkannt und behandelt werden können, bevor sie Beschwerden verursachen. Die empfohlenen Untersuchungen richten sich nach Alter, Lebenssituation und individuellen Risikofaktoren. Dazu zählen gynäkologische Untersuchungen, aber auch Checks zu Herz, Blutdruck, Stoffwechsel und Impfstatus. Wer seine Vorsorgetermine regelmäßig wahrnimmt, kann aktiv zur eigenen Gesundheit und langfristigen Lebensqualität beitragen.

    Wichtige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen im Überblick

    Regelmäßige Untersuchungen helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Frauengesundheit langfristig zu schützen. Die wichtigsten Leistungen finden Sie im Folgenden nach Altersgruppen gestaffelt (Leitlinienprogramm Onkologie, 2017; Leitlinienprogramm Onkologie, 2020; Onko Internetportal, 2022):

    Ab 20 Jahren

    • Jährliche Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs (Pap-Test)
    • Chlamydientest bis zum 25. Lebensjahr (einmal jährlich empfohlen)

    Ab 30 Jahren

    • Zusätzliche jährliche Tastuntersuchung der Brust

    Ab 35 Jahren

    • Kombiniertes Gebärmutterhalskrebs-Screening mit Pap-Abstrich und HPV-Test alle drei Jahre (bei unauffälligem Befund) (Krebsinformationsdienst, 2024)

    Ab 50 Jahren

    • Mammographie-Screening zur Brustkrebsfrüherkennung alle zwei Jahre (zwischen 50 und 69 Jahren) (BMG, 2025)

    Ergänzende gynäkologische Untersuchungen im Überblick

    Über die Standardvorsorge hinaus gibt es weitere Untersuchungen, die in bestimmten Fällen medizinisch sinnvoll sein können. So kann ein Ultraschall der Brust insbesondere bei Frauen mit dichtem Brustgewebe oder familiärer Vorbelastung eine sinnvolle Ergänzung zur Tastuntersuchung oder Mammographie darstellen. Auch ein vaginaler Ultraschall liefert oft zusätzliche Informationen zur Beurteilung von Gebärmutter, Gebärmutterschleimhaut und Eierstöcken, die bei bestimmten Risikokonstellationen oder Symptomen hilfreich sein können (Leitlinienprogramm Onkologie, 2017; Leitlinienprogramm Onkologie, 2020; Onko Internetportal, 2022).

    Darüber hinaus ist die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) ein zentraler Bestandteil der Prävention von Gebärmutterhalskrebs. Sie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren empfohlen, kann jedoch auch bis zum 26. Lebensjahr nachgeholt werden – idealerweise vor dem ersten sexuellen Kontakt. Die Impfung schützt vor den häufigsten krebserregenden HPV-Typen, die für etwa 70 % der Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind (Leitlinienprogramm Onkologie, 2017; Leitlinienprogramm Onkologie, 2020; Onko Internetportal, 2022).

    Frauengesundheit im Fokus: Die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen

    Weitere medizinische Vorsorgechecks für Frauen

    Herz-Kreislauf-System

    • Blutfettwerte (Cholesterin): ab 35 Jahren alle 3 Jahre (im Rahmen des Gesundheits-Check-ups)
    • Ruhe-EKG: bei Auffälligkeiten oder als individueller Vorsorgebaustein

    Stoffwechsel und Diabetes

    • Blutzucker (nüchtern): ab 35 Jahren alle 3 Jahre
    • HbA1c-Wert (Langzeitblutzucker): bei Risikofaktoren oder Übergewicht sinnvoll
    • Körpergewicht, BMI und Bauchumfang: zur Abschätzung des metabolischen Risikos

    Impfstatus

    Ein aktueller Impfschutz gehört zur Gesundheitsvorsorge [4]:

    • Tetanus & Diphtherie: Auffrischung alle 10 Jahre
    • Pertussis (Keuchhusten): Einmalige Auffrischung im Erwachsenenalter bei letzter Impfung vor > 10 Jahren, empfohlen für alle engen Kontaktpersonen eines Neugeborenen (z. B. Eltern, Großeltern), auch bei vorheriger Auffrischung im Erwachsenenalter
    • Masern: einmalige Impfung bei nach 1970 Geborenen mit unklarem Impfstatus oder bei nur einmalig in der Kindheit geimpften
    • FSME: Grundimmunisierung und Auffrischung je nach Risikogebiet (z. B. höheres Risiko in Süddeutschland, mittleres Risiko im mittleren Teil Deutschlands, niedrigeres Risiko in Norddeutschland)
    • Influenza: jährliche Grippeimpfung, empfohlen ab 60 Jahren oder bei chronischer Erkrankung
    • COVID-19: Basisimmunisierung (drei Antigenkontakte) und jährliche Auffrischung für Risikogruppen
    • Pneumokokken & Herpes Zoster: empfohlen ab 60 Jahren, früher bei Vorerkrankungen

    Ein strukturiertes Vorsorgekonzept hilft Frauen in jeder Lebensphase, gesund zu bleiben und Risiken früh zu erkennen. Neben gynäkologischen Untersuchungen sind Checks für Herz-Kreislauf, Stoffwechsel und Impfstatus gleich wichtig. Regelmäßige Termine geben Sicherheit, denn viele Erkrankungen lassen sich so verhindern oder früh behandeln. Durch Blutdruckmessung, Cholesterin- und Blutzucker-Checks können Herzinfarkt, Schlaganfall oder Diabetes rechtzeitig verhindert werden. Ein aktueller Impfschutz schützt zusätzlich vor Infektionen. Diese Vorsorge ist eine Investition in die eigene Zukunft – für mehr Lebensqualität und Unabhängigkeit im Alter.

    Literatur

    1. Leitlinienprogramm Onkologie. (2017). Prävention des Zervixkarzinoms. https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/zervixkarzinom-praevention
    2. Leitlinienprogramm Onkologie. (2020). S3 - Leitlinie Prävention des Zervixkarzinoms. https://register.awmf.org/assets/guidelines/015-027OLl_Praevention_Zervixkarzinom_2020-03-verlaengert.pdf
    3. Onko Internetportal. (2022). Gynäkologische Krebsfrüherkennung. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/vorsorge-und-frueherkennung/gynaekologische-krebsfrueherkennung.html
    4. Ständige Impfkommission(STIKO). (2024). Impfkalender 2025. https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Staendige-Impfkommission/Empfehlungen-der-STIKO/Empfehlungen/Impfkalender.html
    5. Krebsinformationsdienst. (2024). Gebärmutterhalskrebs Früherkennung. https://www.krebsinformationsdienst.de/gebaermutterhalskrebs/frueherkennung
    6. Bundesministerium für Gesundheit (BMG). (2025). Mammographie-Screening. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/m/mammographie-screening.html

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